Wildwasser Marburg e.V.
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Fachberatungsstelle zu sexueller Gewalt in der Kindheit
 
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Die Fortbildungen im Einzelnen

Prävention von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung

Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung haben ein um ein vielfaches erhöhtes Risiko sexualisierte Gewalt zu erleben. Die Gründe sind in gesellschaftlichen, strukturellen, institutionellen und individuellen Bedingungen zu finden, die die Ausübung sexualisierter Gewalt begünstigen.
Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung werden häufiger aufgrund ihrer kognitiven Unterlegenheit und ihres niedrigen gesellschaftlichen Status als Objekt betrachtetet und behandelt. Durch die vorhandene räumliche und soziale Isolierung und eine Erziehung zu Anpassung, Unauffälligkeit und Geschlechtslosigkeit verfügen sie über deutlich eingeschränkte Ressourcen selbstbestimmt ihre Grenzen zu wahren und Hilfe zu holen. Auch Kommunikationsbarrieren, die mangelnde Erfahrung von Selbstwirksamkeit und die Abhängigkeit von lebensnotwendiger Fürsorge stellen diesbezüglich wichtige Faktoren dar.
Darüber hinaus tragen Strukturen innerhalb von Betreuungseinrichtungen in Form von hoher Personalfluktuation bzw. -mangel, der Alltäglichkeit von Fremdbestimmung in der Pflege, fehlenden Leitlinien zum Umgang mit Fehlverhalten der Fachkräfte und fehlenden Präventionsangebote dazu bei, dass Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung nur unzureichend Unterstützung und Schutz erfahren.
In dieser Fortbildung werden spezifische Hintergrundinformationen hinsichtlich TäterInnen, Täterstrategien und Signale der Betroffenen vermittelt und das spezifisch-fachliche Vorgehen bei einer Vermutungsklärung erarbeitet. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen wie institutionelle Bedingungen zur Prävention beitragen können. Es werden Methoden und Materialien vorgestellt und praktisch erprobt, die im (Arbeits-)Alltag verwendet werden können, um die Widerstandsressourcen von Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung zu erweitern und zu stärken.






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