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Wildwasser Marburg e.V.
Fachberatungsstelle zu sexueller Gewalt in der Kindheit |
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feministische beratung | intervention | fortbildung | information | prävention
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Prävention von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen
Sexueller Missbrauch an Kindern ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor einem Kind entweder gegen den Willen des Kindes vorgenommen wird oder der das Kind aufgrund körperlicher,
psychischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann. Den Täter(inne)n geht es primär darum, die eigenen Machtbedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen.
Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass etwa jedes dritte bis fünfte Mädchen und jeder siebte bis zwölfte Junge, häufig schon im Kindergarten- oder Grundschulalter, Erfahrungen sexualisierter Übergriffe gemacht hat. Die Täter(innen) kommen meist aus dem familiären oder sozialen Umfeld, sie arbeiten u.a. in sozialen, medizinischen oder kirchlichen Einrichtungen mit den Mädchen und Jungen. Sexueller Missbrauch ist immer eine geplante Tat, die häufig mit dem Aufbau eines Vertrauensverhältnisses beginnt. Über die zunehmende Isolation des Kindes und die Manipulation der Bezugspersonen kann der Missbrauch im Verborgenen aufrecht erhalten werden. Kinder brauchen zu ihrem Schutz informierte Erwachsene. Unsere Präventionsarbeit setzt daher bei Erwachsenen und Kindern an. Sinnvolle Prävention zielt darauf ab, Eltern und Fachkräfte in ihrer Vorbildfunktion zu stärken, fundiertes Grundlagenwissen und geeignete Präventionsmöglichkeiten zu vermitteln. Darüber hinaus gilt es, das Selbstbewusstsein von Mädchen und Jungen zu stärken, sie altersgerecht über sexuellen Missbrauch zu informieren ohne Angst zu machen, ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und sie zu ermutigen, sich Hilfe zu holen.
Unsere AngeboteFortbildungen für FachkräfteIn unseren Fortbildungen vermitteln wir praxisorientiertes Wissen zu Grundlagen sowie zu unseren Spezialthemen.
ElternbildungIn unseren Elternabenden vermitteln wir anschaulich und erlebbar, wie Prävention in diesem sensiblen Bereich auch Freude machen kann.
Präventionsworkshops für Mädchen und Jungen
In Kombination mit Elternabenden und Fortbildungen für die pädagogischen Fachkräfte veranstalten wir in Kindergärten und Schulen Präventionsworkshops und Unterrichtseinheiten, in denen die Mädchen und Jungen mithilfe altersangemessener Methoden (Spiele, Übungen, Austausch, Theater und Rollenspiele) lernen, ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und Hilfe zu holen.
Die pädagogischen Fachkräfte der jeweiligen Institution nehmen an den Workshops teil.
Unsere SpezialthemenSexuelle Übergriffe unter Kindern - Was tun?
Grenzverletzendes Verhalten durch sexuelle Übergriffe ist unter Kindern immer wieder zu beobachten. Sowohl Eltern als auch pädagogische Fachkräfte sind häufig sehr verunsichert wie sie solch ein Verhalten von Kindern einschätzen und diesem begegnen sollen: Wann handelt es sich um eine altersangemessene kindliche sexuelle Aktivität und was weist auf einen sexuellen Übergriff hin? Was brauchen die betroffenen Kinder und was die übergriffigen Kinder?Wir möchten Informationen und Anregungen geben für einen angemessenen Umgang im familiären und beruflichen Bereich, der das Thema weder dramatisiert noch tabuisiert und Möglichkeiten aufzeigen, wie Kinder in einem grenzachtenden Umgang miteinander gestärkt werden können. Medienkompetenzseminare für Kinder und Jugendliche
Für immer mehr Mädchen und Jungen gehört die Nutzung von Handy, PC und Internet heute zum Alltag. Gerade soziale Netzwerke wie SchülerVZ und öffentliche Chats bieten ihnen die
Möglichkeit für faszinierende Kontakte und interessanten Austausch mit anderen außerhalb der elterlichen und pädagogischen Kontrolle. Sie beherrschen schnell die Technik und alles, was möglich ist, wird ausprobiert. Die Motive sind vielfältig: Neugier, Entdeckungsfreude, das Austesten eigener Grenzen und der Grenzen anderer.Medienkompetenz bedeutet nicht nur technisches Know-how, sondern auch die Fähigkeit, mit problematischen Situationen adäquat umgehen zu können. Dazu bieten wir Workshops für Klassen und andere Gruppen zur sozialen Kompetenzförderung in der medialen Welt an, in denen methodisch, auf die jeweilige Altersstufe angepasst, zu den Themen Präsentation im Netz . Soziale Netzwerke - Cyber-Mobbing - Umgang mit sexuellen Übergriffen - Abzocke im Internet u.a. gearbeitet wird. Diese Seminare finden auch in Kooperation mit der regionalen Jugendhilfe statt. Prävention von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen mit geistiger BehinderungMädchen und Jungen mit geistiger u./o. körperlicher Behinderung sind besonders oft sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Die Gründe sind vielfältig: Mädchen und Jungen mit Behinderung werden häufig aufgrund eines niedrigen gesellschaftlichen Status als Objekt betrachtetet und behandelt. Durch die vorhandene räumliche und soziale Isolierung, Kommunikationsbarrieren, die Abhängigkeit von lebensnotwendiger Fürsorge und eine Erziehung zu Anpassung, Unauffälligkeit und Geschlechtslosigkeit verfügen sie über eingeschränkte Ressourcen, selbstbestimmt ihre Grenzen zu wahren und Hilfe zu holen.Wir vermitteln spezifische Hintergrundinformationen zu diesem Thema, geben Anregungen für eine präventive Grundhaltung in familiären und institutionellen Bezügen und stellen Methoden und Materialien vor, um die Ressourcen von Mädchen und Jungen mit Behinderung zu erweitern und zu stärken. "Bluetooth, Twitter, ICQ und Co." - Erwachsene im MediendschungelMedienkompetenz als Kulturtechnik in ihren alltäglichen, kulturellen und sozialen Facetten ist in unserer Gesellschaft zu einer Schlüsselqualifikation für die persönliche und berufliche Lebensgestaltung geworden. Das Handy als Multifunktionsgerät und die virtuelle Welt als anonymer, scheinbar unbegrenzter Erfahrungsraum, bieten ungeahnte Erlebnisräume, die Kinder und Jugendliche zur Information, Kommunikation und Unterhaltung nutzen.Sie suchen in der realen und in der Medienwelt nach Orientierung und haben viele Erwachsene im Bereich medialer Sachkenntnis längst überholt. Dies führt zu scheinbar unüberwindlichen Kommunikationsbarrieren und zu einem Autoritätsverlust der Erwachsenen im familiären und schulischen Kontext. Sie stellen kein Gegenüber mehr für die Jugendlichen dar, gerade dann nicht, wenn diese Hilfe brauchen mit den problematischen Aspekten der medialen Welt: Cyber-Mobbing - Umgang mit sexuellen Übergriffen - Abzocke im Internet u.a. Verbote sind eine wenig sinnvolle Strategie im Umgang mit diesen Gefahren. Mädchen und Jungen brauchen medienkompetente Erwachsene, die ihnen helfen können. In diesem Sinne vermitteln wir einen Einblick in die Medienlandschaft und zeigen Erwachsenen auf, was Mädchen und Jungen in der virtuellenWelt schützen kann. Für weitere Informationen zu unseren Angeboten, Terminabsprachen und Anmeldungen treten Sie einfach mit uns in Kontakt. |
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